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schupplade

17.o7.2010: “Hip Hop ist schwul”

17. Juli 2010
18:00

17.7. / “Hip Hop ist schwul” / Institut für vergleichende Irrelevanz / Kettenhofweg 130
18 Uhr Input
“Homophobie und Heterosexismus im deutschsprachigen HipHop”

Große Teile von Hip­Hop be­fin­den sich im Über­gang von einem sub- hin zu einem pop­kul­tu­rel­len Sam­mel­be­cken für se­xis­ti­sche und he­te­ro­nor­ma­ti­ve Hal­tun­gen. Der Input bie­tet einen dis­kurs­ana­ly­ti­schen Zu­gang zu ex­em­pla­ri­schen Image-In­sze­nie­run­gen und Ra­p­ly­rics als deren Ar­ti­ku­la­ti­on an. Des­wei­te­ren wird ein Blick auf den am­bi­va­len­ten Um­gang der me­dia­len Öf­fent­lich­keit mit po­pu­lä­ren Rap­per_in­nen vor dem the­ma­ti­schen Hin­ter­grund ge­rich­tet.
Mit Sookee (Berlin) und Refpolk (Schlagzeiln)

Im Anschluss Konzert mit
Sookee (Quing of Berlin)
Antilopengang (Ex-Anti-Alles-Aktion)

ACHTUNG: Wegen eines Trauerfalls im Institut für vergleichende Irrelevanz findet am 17.7. nur der Input um 18 Uhr mit Sookee und Refpolk, nicht aber das anschliessende Konzert mit Sookee und der Antilopengang statt.

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7.o7.: Mil i Maria and more

7. Juli 2010
21:00

Konzert mit Mil i María

2 Gitarren, 1 Basz, spanische, portugiesische & englische Texte

presented by Ladyfest Ffm

25.07. ECSTATIC SUNSHINE (US) + SEBÈ (GER)

25. Juli 2010
22:00

EIN LETZTES KONZERT VOR DER DREIMONATIGEN (ja, richtig gelesen) PAUSE.

wir servieren euch:

ECSTATIC SUNSHINE (USA)

+

SEBÈ (GER)

und im anschluss abschiedsparty mit dem SCHÜSSI BUSSI DJ TEAM

Ecstatic Sunshine // Turned On from Mark Brown on Vimeo.

Conch by Ecstatic Sunshine from jason john würm on Vimeo.

Ecstatic Sunshine is an ongoing musical project that began in 2005 as a guitar duo comprised of Matthew Papich and Dustin Wong (who has since left the project to pursue Ponytail and his own solo guitar musics). Ecstatics has released 2 LPs and 2 EPs since that time and has performed hundreds of shows in the United States and Europe with a revolving group of players. Currently, Ecstatics live performances are solo endeavors by Papich. Throughout the years the essence of Ecstatic Sunshine has been located within Papich’s unique guitar work, however the shifting cast has allowed Ecstatics to spread it’s reach effortlessly into new lands. Echoes of punk, ambient, reggae and techno have floated in and out of Ecstatic’s sound, though never feeling contrived and never supplanting the energy or vision of the original output. Ecstatic Sunshine released their 3rd LP, Yesterday’s Work, in December 2009 on Hoss Records. Yesterday’s Work presents a definitive sonic break from past Ecstatics. While the songs still revolve around the shifting guitar lines of Papich, it’s palette is much broader than previous releases; with Joe Williams (White Williams) production introducing a soft low end and delicate synthesized sounds to Papich’s guitar work. Think Koln School Electronics and Penguin Cafe Orchestra, or a Harmonia record produced by Coxsone Dodd. —

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SEBÈ

sebi aus der knertz sekte spielt als support mit,
neues album „hallo freunde“ und totally loveable.
„sebé is sebastian leluschko hiding somewhere within a cockpit of synthesizers & samplers. the loop-based electro-acoustic pop compositions of the classically trained pianist and multiinstrumentalist mask their complexity and finickiness amidst apparent lightness & beauty. a one-man indietronic post-pop thunderstorm you should not miss out on.“ (knertz.de)

http://nichtsfuerungut.blogsport.de/

06.06.10 LUCKY DRAGONS (L.A.)

6. Juni 2010
22:00

06.06.2010 // 22h // IVI

LUCKY DRAGONS (USA)

( upset the rhythm )

Lucky Dragons sind Lukas Fischbeck, Sarah Rara und weitere Mitarbeiter aus Los Angeles. Sie schaffen eine ekstatische Form der elektronischen Musik, die magisch Genregrenzen durchbricht. Verrückte Live-Performances mit visuellen Projektionen und Interaktivität mit dem Publikum, da brauchst du gar nicht schüchtern sein, wenn sie dir Steine in die Hand drücken. (Steine sind die neuen Rhythmus-Eier)
Lucky Dragons trafen sich im Frühjahr 2000 in einem Versuch, eine Band, die sich bis zur nächsten Steinzeit nicht trennen würde, zu gründen. Scheint ja ganz gut zu klappen.
www.upsettherhythm.co.uk
www.hawksandsparrows.org

Lucky Dragons & Sumi Ink Club from The Wire Magazine on Vimeo.

http://nichtsfuerungut.blogsport.de/

29.o5.2010: TACKLEBERRY // THE DIMENSIONS // AT DAGGERS DRAWN

29. Mai 2010
22:00

Cobretti mussten leider absagen, stattdessen spielen THE DIMENSIONS
tackleberry-sw

TACKLEBERRY & COBRETTI & AT DAGGERS DRAWN

02.06.10 TERRORBIRD (NY) + LE SINGE BLANC (FR)

2. Juni 2010
22:00

02.06.10

IVI // kettenhofweg 130 // ffm

TERRORBIRD

Terrorbird (vancouver)
Tanze oder weine. Strange Synthieakkorde aus der Dunkelkammer von Sängerin Ncky’s Herzens, und trotzdem voll von sonnigen Erinnerungen an Liebe und sowas. – Terrorbirds Songwriting rivalisiert mit Daniel Johnston und Kate Bush macht mit Morrissey rum.


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LE SINGE BLANC

Es wird gemunkelt, dass Le Singe Blanc eine Art erregter stampfender Yeti rund um die Vogesen ist. Einige sagen, es ist ein Mutant mit hervorquellenden Augen und rotem Pavian-Hintern, der in schnellem Tempo durch den Nebel in der Nähe des Atomkraftwerks in Cattenom (57) rennt. Aber dies alles ist nur Gerede. Eigentlich sind die nämlich ein wahnwitziges, stürmisches Trio aus Metz.

http://nichtsfuerungut.blogsport.de/

11. Frankfurter Gegen Uni: *Sexualität*

3. Mai 2010bis22. Mai 2010

3. - 22.o5.2010

programm download (*.pdf)

***Bitte beachtet die Aktualisierungen des Programms, last update 19.o5.***

11. frankfurter gegen_uni: sexualität
Sexualität als Thema für eine Gegenuni stand schon länger auf der ‚Agenda’ des IVI, bzw. auf Listen, Schmierzetteln, in Plenumsbüchern, etc. Durchgesetzt hatte es sich dieses Semester gegen die Anwärterinnen Architektur und Dialektik. Die Diskussion um die Herangehensweise und die Auswahl der Themen nahm im Anschluss einen ziemlich chaotischen V erlauf. An jeder Kreuzung schienen die Wegweiser verdreht und mit neuen Ortsnamen versehen. Oder es wurden ständig neue Aspekte genannt, denen wir uns zuwendeten. Diese undisziplinierte Vorgehensweise führte zu einer Veranstaltungs- zusammensetzung, gegen die vielleicht der V orwurf aufkommen könnte, dass der innere Zusammenhang fehle, dass sie rein additiv sei. Um den Entstehungsprozess nachzuzeichnen im Folgenden also kein theoretisches Konzept, sondern ein ‚Reisebericht’.
Der Anspruch zu Beginn war, nicht nur den Wissenschaftskanon zu Wort kommen zu lassen, sondern auch Frankfurter Stadtgesellschaft, Künstlerinnen, politische Gruppen (was immer das sein mag) einzuladen, etwas zum Thema öffentlich vorzustellen. Inwiefern dies gelungen ist, wird sich zeigen. Die erste Diskussion kreiste um ein vorgebrachtes Statement, Sex solle sein wie Essen, es solle die Leute genauso viel oder wenig interessieren, mit wem man wann, wo, wie Sex habe wie die Frage, was man zum Frühstück gegessen habe.
Diese Metapher wurde stark kritisiert und darauf hingewiesen, dass sie in allen anderen Hinsichten nicht zutreffe. Insbesondere führe die Gleichsetzung mit dem Essen zu einer gedanklichen Ausschließung der Möglichkeit der Asexualität. Die Diskussion endete mit der Idee, Asexualität als eine Möglichkeit der sexuellen Orientierung zum Ausgangspunkt zu nehmen.
Dem wurde jedoch nicht weiter nachgegangen. Als Textlektüre entschieden wir uns zunächst
für das kontrasexuelle Manifest (Beatriz Preciado). Vielleicht könnte für den weiteren Verlauf gesagt werden, dass wir uns eher an Praxen orientierten, an verschiedenen Sexualformen und den Diskursen darum. Dabei fiel uns auf, dass wir uns vornehmlich an devianten Praxen orientiert hatten und es doch unsere Absicht war, heteronormale Praxen zu thematisieren und zu problematisieren. Nichtsdestotrotz befassten wir uns als nächstes mit dem Thema Polyamory (Klesse); Vertrag und Konsens als Konzept stand hier – wie auch schon im Kontrasexuellen Manifest – im Mittelpunkt und schien überhaupt bedeutsam für moderne sexuelle Praxen.
Auf dem nächsten Gegenuniplenum holte uns jedoch der tagespolitische Diskurs in der Form ein, dass der Vorschlag gemacht wurde, die aktuell in den Medien stattfindende Debatte um den ‚Kindesmissbrauch’ (sexuelle Gewalt gegen Kinder) zum Thema zu machen und Mediendiskurse, Theoriekonzepte und gesellschaftliche V erankerung in den Blick zu nehmen. Dabei ging es vor allem um eine Reflexion dessen, was in der medialen Diskussion des Themas wenn überhaupt nur sehr marginal passiert: Warum das Thema gerade jetzt zum breit diskutierten Problem wird, welche diskursiven V orbereitungen dieser Veröffentlichung es gegeben hat und innerhalb welcher V erhältnisse dieser Diskurs wie geführt wird. Welche gesellschaftlichen Hegemonien und Gewaltverhältnisse begünstigen an unterschiedlichsten gesellschaftlichen Orten Übergriffe auf Schwächere – wie hier konkret: auf Kinder – und warum wird das in der Diskussion systematisch nicht reflektiert? Deutlich wurde, wie in der Diskussion einerseits der immer noch höchst wirksame Mythos vom „asexuellen Kind“ mit der allerdings zentralen Unterscheidung von kindlicher und erwachsener Sexualität durcheinander gerät: Dass sich kindliche Erotik auch auf die Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen erstreckt und dieses Moment der Sinnlichkeit etwas nicht
nur sehr Schönes, sondern auch sehr Wichtiges für die kindliche Lebenswelt ist, wäre dabei ein dethematisierter Aspekt. Das Gewaltförmige in den Fällen sexueller Gewalt gegen Kinder liegt vielmehr in dem Ausnutzen der Asymmetrien im kindlichen und erwachsenen Erleben sowie in der Ausbeutung des Machtgefälles. Die projektive Abwehr des Themas kindlicher Sexualität mündet so in eine Verlagerung der Diskurse um (sexuelle) Gewaltverhältnisse, was wir an einem Text von Sophinette Becker über Pädophilie vertieften.
Um dann doch etwas Abstand von den einzelnen Ausprägungen der sexuellen Orientierung zu nehmen und die Diskussion wieder breiter zu führen, befassten wir uns mit demKonzeptderNeosexualitätenvonVolkmar Sigusch. Dieses Konzept versucht eine Entwicklung der Sexualität in den westlichen Gesellschaften nachzuzeichnen bzw. die Ablösung eines Sexualitätskonzepts durch ein anderes darzustellen. Ein Teilaspekt bildet die These, dass eine Diversifizierung der Sexualität stattgefunden habe und vormals kriminalisierte oder pathologisierte Praktiken eine breitere gesellschaftliche Anerkennung gefunden haben. Er konstatiert aber auch die Zurückwendung des Subjekts auf sich selbst, den self-sex. Die Bezugnahme auf die Sexualwissenschaft erschien uns einerseits insofern sinnvoll und wichtig, da es sich bei ihr um einen kritischen Wissenschaftszweig handelt, der in Frankfurt aus dem ‚Kanon’ eliminiert wurde. Andererseits scheint es, als hätten wir mit unserer Diskussionsreise durch diverse V orstellungen, Konzepte und Praxen der Sexualität genau jene Bewegung nachvollzogen, die Sigusch unter dem Begriff der Neosexualitäten zu fassen versucht hat.
Mit dem bestehenden Programm wurde nun Einiges zum Sprechen gebracht, anderes bleibt ziemlich im Dunkeln. Diese Beliebigkeit ist zum großen Teil den (immer: hässlichen) Sachzwängen geschuldet: Referent_innen
sagten ab oder meldeten sich nie zurück, und für uns als V orbereitungsgruppe – bestehend aus Lohnarbeiter_innen und Studierenden, Arbeitslosen und Doktorand_innen oder Mischformen aus alledem – gab das Zeitbudget oft nicht so viel her. Ob die jetzige Vielfalt und Beliebigkeit, das „bunte Warensortiment“, im Nachhinein auch als Praxen von Neosexualität und Neoliberalismus zu begreifen sind, hat uns nachdenklich gemacht. Dies weiter zu reflektieren ist etwa so notwendig wie die Frage, wie viel neoliberaler Kapitalismus zu welchen Bedingungen im Konzept der Neosexualitäten steckt. Dazu passt auch unsere Beobachtung, dass wir uns auf die kritische Sexualforschung in unserer Diskussion meist allein affirmativ bezogen haben – die Diskussion von Ablehnung oder Grundsatzkritik einer Wissenschaft über das Sexuelle fehlt in unserer Auseinandersetzung. Auch hätten wir uns gerne mehr mit den (notwendigen) Ambivalenzen politischer Interventionen beschäftigt, welche zur Entpathologisierung gesellschaftlicher Minderheiten bestimmte – und dann natürlich: auch wieder ausschließende – V ereindeutigungen vornehmen; zu Reflexionen, die auch der kritischen Sexualwissenschaft selbst nicht fremd, sondern die ihr ganz im Gegenteil immer immanent sind, sind wir leider nicht mehr gekommen. So ist jetzt zwar alles Mögliche vertreten, aber vieles eben auch nicht. Diese Selbstkritik trifft jedoch nicht die einzelnen Veranstaltungen und Workshops, sondern betrifft ganz dezidiert das Gesamtprogramm. Jede der einzelnen V eranstaltungen korrigiert die Unbestimmtheit des Gesamtkonzepts. Es gibt Elefanten und Zwitscherentchen, dazwischen ist weite Steppe. Einen Kanon singen wir jedenfalls nicht.

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