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Lesekreis “Zur Kritik der dialektischen Vernunft”

translab: So 29.5.2011, 16h, transLib@IVI (Kettenhofweg130, 3. Stock.): Lesekreis “Zur Kritik der dialektischen Vernunft”

Der langfristig angelegte Lesekreis von Sartres sozialphilosophischem Hauptwerk soll mit einer Lektüre der in der deutschen Edition separat veröffentlichten programmatischen Schrift Fragen der Methode beginnen, in der er sich insbesondere mit dem “historischen Materialismus” kritisch auseinandersetzt. Eine Anschaffung des Buches ist sinnvoll.

Komplettes Programm der Veranstaltungreihe “Existentialism Revisited” als Download (*pdf): hier oder hier

Vortrag “Simone de Beauvoir heute” (Roswitha Scholz).

translab: Fr 13.5. // 19:00 // IVI Saal: Vortrag “Simone de Beauvoir heute” (Roswitha Scholz).

Simone de Beauvoirs Buch Das andere Geschlecht spielte in der feministischen Theorie/ Genderforschung lange keine Rolle mehr. In letzter Zeit taucht de Beauvoir aber nicht nur in neu erstellten Überblickswerken zu Klassikerinnen des Feminismus wieder auf, zu ihr und ihrer Theorie wurden inzwischen auch vermehrt Tagungen und Veranstaltungen angeboten (was wohl mit ihrem hundertsten Geburtstag 2008 zusammenhängt). Hie und da erinnert man/ frau sich wieder an sie. Dies dürfte nicht zuletzt einem Selbstreflexivwerden von Feminismus und Genderforschung in der gegenwärtigen Krisensituation geschuldet sein. Dabei stellen sich die Fragen des “Wie weiter?” und “Was kommt nach der Genderforschung?”.
In den 1970er Jahren hatte sich insbesondere ein Gleichheitsfeminismus mit dem Slogan “Man wird nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht” auf de Beauvoir berufen. Ein Differenzfeminismus bezichtigte sie sodann, männliche Normalitätskriterien auf Frauen anzuwenden. Schließlich wurde ihr in den 1990er Jahren von einem dekonstruktiven Feminismus vorgeworfen, trotz all ihrer Kritik der hierarchischen Geschlechterverhältnisse einem dualistischen Denken verpflichtet geblieben zu sein und eine erneute Herstellung von Zweigeschlechtlichkeit betrieben zu haben. In dem Vortrag wird eine zeitliche Einordnung des “anderen Geschlechts” und seiner Bedeutung vor dem Hintergrund der Wert-Abspaltungskritik versucht sowie auf Aspekte hingewiesen, die durchaus noch heute Aktualität beanspruchen können.

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Vortrag “Sartres Aufhebung des Existenzialismus” (Fabian Schmidt)

translab: Fr 6.5. // 19:00 // IVI Saal: Vortrag “Sartres Aufhebung des Existenzialismus” (Fabian Schmidt)

Jean-Paul Sartres Hinwendung zum Marxismus wird häufig als Bruch mit dem Existenzialismus wahrgenommen. Die von ihm in den Fragen der Methode skizzierte Aufhebung des Existenzialismus zielt jedoch – im Hegelschen Sinne des Wortes – gerade auch auf dessen Bewahrung. Ausgehend von in Das Sein und das Nichts entwickelten Grundgedanken werde ich in meinem Vortrag versuchen, aus Sartres Perspektive das Verhältnis zwischen Existenzialismus und Marxismus näher zu bestimmen. Themenkomplexe werden insbesondere Bewusstsein und Praxis, Freiheit und Notwendigkeit sowie Individualität und Gesellschaftlichkeit sein. Anhand ihrer möchte ich die Frage diskutieren, inwieweit Sartres Ansatz als Korrektiv gegen mechanistische Marx-Auslegungen dienen kann.

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Achtung: Vortrag am 14.4. wird verschoben!

Achtung: Vortrag am 14.4. wird verschoben!

Leider muss der Vortrag “Der dritte Mann oder Albert Camus” von Andreas Trottnow, der am 14.4. um 19 Uhr im Stalingradsaal stattfinden sollte, auf einen derzeit noch nicht feststehenden Zeitpunkt verschoben werden. Sobald es einen neuen Termin gibt, wird dieser auf der IVI-Website zu finden sein. Als Ausgleich laden wir aber am selben Ort zur selben Zeit zu einem Diskussionsworkshop über Heideggers Verhältnis zu Marx ein. Im Mittelpunkt der Diskussion wird insbesondere Heideggers Kritik an der 11. Feuerbachthese, wie er sie in diesem Interview formuliert:


http://www.youtube.com/watch?v=jQsQOqa0UVc

Daneben ist ein Referat von Christoph Zwi zur Kritik an Heidegger durch Georg Lukács geplant.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

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Film & Diskussion: „Der Karski-Bericht“

translab: So 3.4. // 19:00 // transLib@IVI : Film „Der Karski-Bericht

Erst 2010 veröffentlichtes zusätzliches Material aus Claude Lanzmanns Shoa über den polnischen Offizier und Widerstandskämpfer Jan Karski, der insbesondere als für die Alliierten tätiger Informant über den Holocaust Berühmtheit erlangte. Claude Lanzmann gehörte lange Jahre zum engeren Zirkel um Sartre und de Beauvoir und ist heute Herausgeber der von ihnen gegründeten Zeitschrift Les Temps modernes. Inwieweit sich dieser Einfluss auf sein Schaffen als Regisseur niederschlägt, ob man seine Filme als irgendwie „existenzialistisch“ betrachten kann, ist ein potentielles Diskussionsthema des Abends.

Der Karski-Bericht (le rapport Karski) (2010); Regie: Claiude Lanzmann

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Vortrag “Marxismus und Existenzialismus” (Christoph Zwi / Paul Stephan)

translab: Sa 31.3. // 19:00 // IVI Saal:  Vortrag “Marxismus und Existenzialismus” (Christoph Zwi / Paul Stephan)

Aspekte des Verhältnisses von existentialistischem “drittem Weg”, “orthodoxem”  Georg Lukács und “extremistischer” Situationistischer Internationale im Spannungsfeld der Ontologien.

Mehr lesen: Vortrag “Marxismus und Existenzialismus” (Christoph Zwi / Paul Stephan)

Vortrag über Simone de Beauvoir (Andrea Truman)

translab: Sa 19.3. // 19:00 // IVI Saal: Vortrag über Simone de Beauvoir (Andrea Truman)

Andrea Truman wird auf der Basis ihres Buches Feministische Theorie: Frauenbewegung und weibliche Subjektbildung im Spätkapitalismus über die bedeutende feministische Theoretikerin referieren.

Komplettes Programm der Veranstaltungreihe “Existentialism Revisted” als Download (*pdf): hier oder hier