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Buchvorstellung/Vortrag: Erich Später - Villa Waigner. Hanns Martin Schleyer und die deutsche Vernichtungselite in Prag 1939-45
Mit der Besetzung Prags begann am 15. März 1939 eine sechsjährige deutsche Terrorherrschaft über das »Reichsprotektorat Böhmen und Mähren«. Es wurde dem deutschen Herrschaftsbereich eingegliedert, von deutschen Konzernen und Banken ausgeplündert, das Eigentum seiner 80.000 jüdischen Bürger an deutsche Banken, Konzerne, Gemeinden, Wohlfahrtsverbände und Zehntausende Volksgenossen verteilt.
Erich Später schildert den Prozeß der Entrechtung, Enteignung, Deportation und Ermordung der tschechischen Juden. Beispielhaft rekonstruiert er die Enteignung und Ermordung des jüdischen Ehepaares Waigner, dessen Prager Villa ein begehrtes Objekt der Begierde hoher Nazifunktionäre wurde. Den Zuschlag für die »Judenvilla« erhielt schließlich der SS-Offizier Hanns Martin Schleyer.
Die Geschichte der Villa Waigner und hier erstmals publizierte Dokumente über das Schicksal der jüdischen Besitzer sowie über die Nazikarriere der Bewohner ihrer arisierten Villa machen die Erkenntnis unausweichlich: Ohne Männer wie Hanns Martin Schleyer wäre weder der Vernichtungskrieg im Osten noch der Holocaust möglich gewesen. (Quelle: konkret-verlage.de)
31.03.2010 // IVI (Saal) // 19 Uhr // veranstalter_innen: sinistra! antagonistische assoziation
| 10. Februar 2010 | | 18:00 | | 11. Februar 2010 | | 18:00 | | 12. Februar 2010 | | 10:00 |
Workshop-Programm zum Themenblock „Materialistische Analyse von Bildung und Wissenschaft II“ der Norbert-Wollheim-Uni
Mittwoch 10.02.2010
18:00 Uhr Wissenschaft zwischen Autonomie und Staat Café KoZ, Campus Bockenheim, Alex Demirovic
Eine realistischer Versuch, die aktuelle Situation an den institutionalisierten Orten der Wissensproduktion zu analysieren, wird sich kaum an der Mär von Humboldts freischwebender Intelligenz aufhalten. Wissensproduktion war seit jeher in die gesellschaftliche (Re-)Produktion eingebunden. Eines der zentralen Schlagworte mit denen die Transformation der Hochschulen in den letzten Jahren diskursiv durchgesetzt wurde, lautet „Autonomie“. Die Reaktion vieler Kritiker_innen darauf läuft häufig im Ruf nach „mehr Staat“ zusammen. Dabei ist es gerade staatliche Politik, die in der Neuorganisation der Hochschulen als Produktionsstätte der in der Weltmarktkonkurrenz immer wichtiger werdenden Ressource „Bildung“ umgesetzt wird. Es soll versucht werden, diese Problemstellung insbesondere aus Perspektive emanzipatorisch ausgerichteter Wissenschaft näher zu fokussieren.
20:00 Uhr Das Haus der 1000 Zimmer ivi, Kettenhofweg 130
(Dokumentarfilm, Hr 2001, Regie: Yvonne Menne). der Film erzählt die Geschichte des IG-Farben Hauses: von der tragenden Rolle der IG-Farben im Nationalsozialismus über den Einzug der amerikanischen Armee bis zur universitären Nutzung.
Donnerstag 11.02. 2010
18:00 Uhr Studieren nach Auschwitz IG-Farben Haus, Treffpunkt Foyer
Unkonstruktive Bemerkungen zum schönsten Campus Deutschlands aus Erinnerungspolitischer Sicht
20:00 Uhr Das CHE. Das Propagandainstitut für Hochschulpolitik à la Bertelsmann Jonathan, Treffpunkt Studierendenhaus
Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ist eine der treibenden Kräfte hinter der hinter der Ausrichtung der Hochschulpolitik an scheinbaren Sachzwängen und ökonomischen Vorstellungen.. Es trug dazu bei, dass zentrale ideologische Argumente Verbreitung fanden, und und beeinflusst mit Instrumenten wie dem CHE-Hochschulranking die Hochschulentwicklung.. Im Workshop soll untersucht werden, für was das CHE programmatisch steht, wie es diese Ideologie untermauert und verbreitet, und wie „gefährlich“ es politisch einzuschätzen ist. Im Rahmen unseres Blocks „Materialistische Analyse von Bildung und Wissenschaft“ soll der Workshop verdeutlichen, dass Politik nicht nur vom Staat gemacht wird, sondern von vielen gesellschaftlichen Akteuren.
Herzlichen Dank an AStA Uni Wiebaden für die Unterstützung
Freitag 12.02.2010, ab 10:00 Uhr Studierendenhaus Campus Bockenheim
WIE IMMER: BITTE BRINGT NACH MÖGLICHKEIT ETWAS FÜR DEN SELBSTORGANISIERTEN BRÖTCHENTISCH (AUFSTRICH, OBST, ETC.) MIT. GETRÄNKEVERKAUF WIRD ANGEBOTEN.
12:00 Uhr Elite und Exzellenz, Oliver Brüchert
„Die Bildungspolitik strebt wieder verstärkt nach Elite und Exzellenz, gleichzeitig tendieren die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen immer stärker zur Prekarisierung. Der Workshop beschäftigt sich mit den Rekrutierungsmechanismen der neuen akademischen Elite und mit den Folgen der Herausbildung einer akademischen Mehr-Klassen-Gesellschaft.
14:00 Uhr Probleme der Theorie und Praxis der emanzipatorischen Bildung zwischen politischer Ökonomie und Ideologiekritik, Benjamin Ortmeyer
Dass es einem Widerspruch, einen tief sitzenden „Widerspruch zwischen Bildung und Herrschaft“ gibt, ist seit dem gleichnamigen großen Werk von Heydorn eine gewichtige Hypothese. Dass Bildung der Eliten sich ausbreitet auf Bildung „der da unten“ ist einerseits eine ökonomisch zwingende Grundentwicklung mit einer Reihe von zu betrachtenden Brüchen. Andererseits ist die aufklärerische Potenz einer zunehmend vor allem technischen (Aus-)Bildung mit ihren Anteilen an Logik und Kausalität kein Automatismus. Dieses Potential wird mehr als nur in Schach gehalten durch die systematische Entwicklung von Mechanismen der ideologischen Herrschaftssicherung über Militär und Polizei hinaus: Manipulation und Psychotechniken, Ideologiefabriken bis hin zu gesteuerten Diskursen der Gesellschaft bilden eine komplexe Einheit, die jedoch nicht übermächtig ist. Bildung steht also im Spannungsfeld zwischen nicht nur der Ökonomie, sondern der politischen Ökonomie einerseits und der notwendigen Ideologiekritik anderseits. Theorie und Bildung im Kontext von widerständiger Praxis bietet Überraschendes und Planvolles: Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!
16:00 Uhr Wissenschaft und Emanzipation – Begriffsbildung einer kritischen Theorie, Wolfram Pfreundschuh
Indem Wissenschaft lediglich Fakten assoziert und verallgemeinert, verfolgt sie blind die allgemeine Notwendigkeit, den Fortbestand der bestehenden Verhältnisse zu sichern. Kritische Theorie hinterfragt solche natürlich scheinende Wirklichkeit und geht von einem erkennenden Subjekt aus, das sich seiner Welt gewiss werden muss, weil diese seine Selbstgewissheit enteignet, ihm als objektive Macht begegnet, subjektiv Entfremdung betreibt. In diesem Workshop geht es um die kritische Begriffsbildung einer emanzipatorischen Wissenschaft. Am Beispiel des Wertbegriffs im “Kapital“ von Karl Marx wird eine Wissenschaftlichkeit vorgestellt, deren grundlegende Implikation eine praktische Position der Emanzipation der Menschen vom Kapitalismus ist.
Herlichen Dank an bpm (bündnis für politik- und meinungsfreiheit) für die Unterstützung
18:00 Uhr Abschlussdiskussion
Nach einem anregenden und produktiven Workshoptag treffen wir uns gemeinsam, um Ergebnisse zusammenzutragen und offene Fragen zu diskutieren.
http://norbertwollheimuniversitaet.blogsport.de/
| 22. Januar 2010 00:00 | bis | 11. Februar 2010 00:00 |
verwalten, vergessen, verdrängen.
veranstaltungsreihe zu architektur und geschichte im rahmen der dialektik-offensive 2010
fr, 22.01., 12h, studihaus: zur herrschaft der weißen wand. ex-ex-unipräsident meißner begründete seine initiative zur umbenennung des ig-farben hauses in „poelzig-ensemble“ explizit mit der „Reinwaschung von nationalsozialistischen Bezügen“. referat und diskussion über den zusammenhang von sauberkeit und herrschaft am neuen campus.
fr. 22.01., 20h, ivi: ferdinand kramer – demokratische architektur und sozialer gebrauchswert. referat und diskussion zu den kramerbauten in frankfurt.
do, 28.01., 18h, ig-farben haus [treffpunkt foyer]: präsidiale propaganda. zur kritik der universitären Medien- und Identitätspolitik. wenn dialogoffensiven angekündigt werden, ist vorsicht geboten. in der veranstaltung werden die reaktionären implikationen der präsidialen politik einer kritischen analyse unterzogen.
di, 02.02., 18h, ig-farben haus [treffpunkt foyer]: sitzen bleiben, das wäre schön – alltag am ig-farben. mit stiftungsrat, modularisierung, ba/ma und anderem wird die uni umgebaut und die goethe-uni darf sich dazu auch noch neue gebäude bauen. wie dabei der bologna-prozess in bänken form gewinnt und sich leuchttürme in mülltonen wiederfinden lassen, versuchen wir in detaillierter betrachtung zu erörtern.
mi, 03.02., 20h, ivi: ferdi gegen frankfurt (dokumentarfilm, hr 1983, regie: digne meller marcovicz). kramer berichtet aus seinem leben. auf spaziergängen über den bockenheimer campus kommentiert er die architektur – und was daraus geworden ist.
mi, 10.02., 20h, ivi: das haus der 1000 zimmer (dokumentarfilm, hr 2001, regie: yvonne menne). der film erzählt die geschichte des ig-farben hauses: von der tragenden rolle der ig-farben im nationalsozialismus über den einzug der amerikanischen armee bis zur universitären nutzung.
do, 11.02., 18h, ig-farben haus[treffpunkt foyer]: studieren nach auschwitz. unkonstruktive bemerkungen zum schönsten campus deutschlands aus erinnerungspolitischer sicht
veranstalter_innen:
institut für vergleichende irrelevanz [ivi], kettenhofweg 130, ffm
http://ivi.copyriot.com
initiative studierender am ig farben campus
http://initiativestudierenderamigfarbencampus.wordpress.com/
weitere veranstaltungen:
fr, 22.01., studihaus: workshoptag zum thema ‚campus-kultur und gesellschaft’
mi, 27.01., 10 - 15h, ig-farben haus [foyer]: lesung der opfernamen anlässlich des befreiungstags des vernichtungslagers auschwitz-birkenau durch die rote armee
mi, 27.01., 19.30h, ig-farben campus [hz 11]: film: die befreiung von auschwitz (regie: irmgard von zur mühlen)
sa, 30.01., 14h, campus bockenheim: die uni gehört allen. bundesweite demo
fr, 05.2. + fr, 12.2., studihaus: workshoptag zum thema ‚materialistische analyse von bildung und wissenschaft’
fr, 25.02., 19.30h, jügelhaus (mertonstrasse, raum hh): podiumsdiskussion zur zukunft des campus bockenheim. veranstalterin: bürgerinitiative ‚ratschlag campus bockenheim’
download programm (*.pdf)
verantaltungsorte:
ivi, uni campus bockenheim, kettenhofweg 130, frankfurt a/main
studihaus, uni campus bockenheim, mertonstr. 26, frankfurt a/main
ig farben haus, uni campus ig farben, norbert-wollheim-platz 1, frankfurt a/main
| 4. Februar 2010 | | 20:00 | | 5. Februar 2010 | | 12:00 |
Hinweis:
Workshop-Programm zum Themenblock „Materialistische Analyse von Bildung und Wissenschaft I“
Donnerstag 04.02.2010, 20.00 Uhr Foyer im Turm
Vortrag und Diskussion
Die SDS-Hochschuldenkschrift von 1961. Hintergründe, Inhalte und Aktualität
Referent: Wolfgang Nitsch (Mitherausgeber der Schrift)
1961 publizierte der SDS die sogenannte „Hochschuldenkschrift“, in der eine umfangreiche Analyse der damaligen Hochschule vorgenommen wurde und Entwicklungsziele und -möglichkeiten für eine demokratische Hochschule formuliert wurden. Die Hochschuldenkschrift nahm wichtige Argumente der 68er-Bewegung vorweg und spielte eine hervorragende Rolle in der damaligen Hochschuldiskussion. Im Vortrag soll es um die Motive hinter der SDS-Hochschuldenkschrift und die Inhalte ihrer Analyse gehen. Außerdem soll überlegt werden, inwiefern an die damals vertretenen Positionen angeknüpft werden kann, und was im Vergleich zu damals in der heutigen Situation notwendig wäre. Der Referent Wolfgang Nitsch hat die Schrift mit herausgegeben.
Herzlichen Dank an bmp (bündnis für politik- und meinungsfreiheit) für die Unterstützung
Freitag 05.02.2010, ab 12.00, Studierendenhaus Campus Bockenheim
WIE IMMER: BITTE BRINGT NACH MÖGLICHKEIT ETWAS FÜR DEN SELBSTORGANISIERTEN BRÖTCHENTISCH (AUFSTRICH, OBST, ETC.) MIT. GETRÄNKEVERKAUF WIRD ANGEBOTEN.
12.00 Uhr Umstrukturierung der Hochschule
In den Protesten um (Hochschul-)Bildung geht es immer wieder darum, die Ökonomisierung von Bildung anzuklagen. Es empfiehlt sich genauer zu fragen, was unter dieser Diagnose zu verstehen ist. Im Rahmen des Workshops sollen vor dem Hintergrund der Thesen von Michel Foucault zur Machtausübung im Neoliberalismus die Hochschulreformen der letzten Jahre betrachtet werden.“
14.00 Uhr Einführung in die Grundlagen materialistischer Staatstheorie
Im Zentrum des Workshops soll die Frage stehen: was ist der Staat? Eine Auseinandersetzung mit dieser Frage verspricht gerade im Kontext einer Bildungskritik relevante Einsichten, denn bei (Hoch-)Schulen handelt es sich nicht schlicht um Bildungsinstitutionen, sondern um Staatsapparate. Die Form und Funktionsweise von (Hoch-)Schulen sowie ihre Transformation sind daher auch in Hinblick auf Form, Funktionsweise und Transformation des kapitalistischen Staats zu analysieren und zu kritisieren. Vor diesem Hintergrund sollen in dem Workshop die Grundannahmen materialistischer Staatstheorie vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden.
16.00 Uhr Bildung und Wissenschaft im Kapitalismus
Gegen die als „Ökonomisierung“ wahrgenommenen Veränderungen der Hochschule wurde in der Geschichte immer wieder die Forderung nach Unabhängigkeit, nach selbstbestimmter Bildung und Freiheit der Wissenschaft erhoben. Die Analyse von Bildung und Wissenschaft zeigt, dass dies ihrer realen Gesellschaftlichkeit widerspricht, die nicht weg zu reformieren ist. Im Referat sollen die Funktionen von Bildung und Wissenschaft für die Mehrwertproduktion und für die Reproduktion von Herrschaftsverhältnissen analysiert werden, es soll erklärt werden, warum Bildung und Wissenschaft staatlich organisiert sind, aber auch nach ihren Widersprüchen und ihrer kulturellen Bedeutung gefragt werden.
18.00 Uhr Abschlussdiskussion
Nach einem anregenden und produktiven Workshoptag treffen wir uns gemeinsam, um Ergebnisse zusammenzutragen und offene Fragen zu diskutieren.
http://norbertwollheimuniversitaet.blogsport.de/
Veranstaltungshinweis:
Veranstaltungen zum 27. Januar 2010, dem 65. Tag der Befreiung von Auschwitz
Anlässlich des 27. Januar, dem Befreiungstag des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee, laden die Initiative Studierender am IG Farben Campus und das Fritz Bauer Institut zu drei Veranstaltungen ein.
Initiative Studierender am IG Farben Campus:
10:00 bis 15:00 Uhr, Lesung der Opfernamen
Foyer, I.G. Farben-Haus.
Im Foyer des I.G. Farben-Gebäudes werden die Namen der ermordeten, vorwiegend jüdischen Häftlinge, die zwischen Januar 1943 und Dezember 1944 aus dem I.G. Farben-eigenen KZ Buna/Monowitz und dem Häftlingskrankenbau des Lagers selektiert und nach Auschwitz-Birkenau „überstellt“ wurden, vorgelesen. „Überstellung“ nach Birkenau, angeblich in das sogenannte Krankenbaulager BIIf, bedeutete für die selektierten Häftlinge den Tod in den Gaskammern von Birkenau.
Fritz Bauer Institut:
16:00 bis 18:00 Uhr, Zeitzeug/innengespräch: Todesmarsch und Befreiung
Raum 251, Erdgeschoss, I.G. Farben-Haus
Die Auschwitz-Überlebenden Trude Simonsohn, Sigmund Freund, Dr. Siegmund Kalinski sprechen über die Erfahrung des Todesmarsches, der Befreiung und des Lebens in der ersten Jahren nach der Verfolgung. Im Anschluss an die Erzählungen der Überlebenden ist Zeit für ein Gespräch.
Begrüßung: Prof. Dr. Raphael Gross (Direktor Fritz Bauer Institut)
Moderation: Gottfried Kößler und Werner Renz (Fritz Bauer Institut)
Initiative Studierender am IG Farben Campus & Fritz Bauer Institut:
19:30 Uhr, Film: DIE BEFREIUNG VON AUSCHWITZ (BRD 1986)
Hörsaalzentrum, Raum HZ 11, I.G. Farben-Campus
Zum 65. Jahrestag der Ereignisse soll der Film DIE BEFREIUNG VON AUSCHWITZ von Irmgard von zur Mühlen gezeigt werden. Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 1986 verbindet ein Interview mit dem sowjetischen Kameramann Alexander Worontsow, der am 27.1.1945 als Angehöriger der Roten Armee das Todeslager Auschwitz-Birkenau befreite, mit Filmaufnahmen der sowjetischen Kameramänner, die zwischen Februar und Mai 1945 in Auschwitz gemacht wurden. Viele dieser Aufnahmen wurden auch später für die Nürnberger Prozesse benutzt.Im Anschluss an den Film wird eine Diskussion stattfinden.
Moderation: Initiative Studierender am IG Farben Campus
Tagsüber wird es einen Infotisch der Initiative Studierender am IG Farben Campus im Foyer des Hauptgebäudes geben.
Einladungstext als Download (*.pdf)
http://initiativestudierenderamigfarbencampus.wordpress.com/
http://www.fritz-bauer-institut.de/
| 21. Januar 2010 | | 18:00 | bis | 22:00 | | 22. Januar 2010 | | 12:00 | bis | 22:00 |
Workshop-Programm zum Themenblock „Campus-Kultur und Gesellschaft“
Donnerstag, 21.01.2010, 18.00 Uhr, Foyer im IG-Farbenhaus
Vortrag und Diskussion:
Spektakel und Studentenmilieu
Situationistische Aktion und der Bildungsstreik
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts verdichtet sich, so der Situationist Debord, die kapitalistische Entfremdung immer mehr zu einer ungeheuren Sammlung von Bildern, die eine gleißende Positivität des Lebens vorgaukeln. Im Spektakel besetzt und unterjocht der Kapitalismus die Menschen in ihrem Denken und Fühlen, in ihrer Kultur. Eben so leben die Studierenden in dem falschen Stolz, am Tempel der Wahrheit und des Geistes teilzuhaben, trotz des „Elends im Studentenmilieu“ (Text der Situationistischen Internationale von 1967), das insgesamt nur eine Einführungsgesellschaft für die Ausbeutung ist und miserable Lebensbedingungen aufweist.
Hiergegen ist es nötig, so die Theorie der S.I., Situationen zu konstruieren, die etwas Anderes als möglich erscheinen lassen, das Andere im Jetzt aufzubauen. Wurde das durch die Streikaktionen möglich?
Haben die Besetzungen an den Unis den Charakter dieses „Anderen“ gehabt?
Haben sie eine Situation konstruiert?
FREITAG, 22.01.2010, AB 10.00 UHR, STUDIERENDENHAUS CAMPUS BOCKENHEIM
WIE IMMER: BITTE BRINGT NACH MÖGLICHKEIT ETWAS FÜR DEN SELBSTORGANISIERTEN BRÖTCHENTISCH (AUFSTRICH, OBST, ETC.) MIT. GETRÄNKEVERKAUF WIRD ANGEBOTEN.
AUSSERDEM WIRD DIE AUSSTELLUNG „Studierendenhaus seit 1949“ IM STUDIERENDENHAUS ZU SEHEN SEIN.
10.00 UHR PIMP MY CAMPUS – EINE KRITISCHE BETRACHTUNG DES GEPLANTEN STUDIERENDENHAUSES
2010 wird die Entscheidung bringen, wie das neue Studierendenhaus aussehen wird.
Wir wollen da ein Wort mitreden. Denn wir wollen kein Studierendenhaus im Stile des House of Finanz/Hörsaalzentrum/Casinoanbau.
Zurzeit wird man studentische Freiräume auf dem Norbert Wollheim Campus vergeblich suchen. Weit und Breit von studentischer Selbstverwaltung keine Spur. Wir begeben uns in dem Workshop auf die Suche nach Räumen, die unter Umständen für ein temporäres Studierendenhaus geeignet sind.
12.00 UHR ZUR HERRSCHAFT DER WEISSEN WAND
Über den Zusammenhang von Herrschaft und Sauberkeit am neuen Campus. Ex-Ex-Uni-Präsident Meißner begründete seine Initiative zur Umbenennung des I.G.-Farbenhauses in „Poelzig-Ensemble“ explizit mit einer „Reinwaschung von nationalsozialistischen Bezügen“ (Meißner).
14.00 UHR STUDIERENDENHAUS
Der Film „Insellage“ wird gezeigt, der das Studierendenhaus durch die Jahrzehnte begleitet. Im Anschluss werden Auszüge aus der Eröffnungsrede von M.Horkheimer vorgestellt und diskutiert.
16.00 UHR VERNETZUNG VON BILDUNGS- UND ANDEREN SOZIALPROTESTEN / PROBLEME DER BÜNDNISPOLITIK
In diesem Workshop wollen wir diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, die Proteste an der Universität mit anderen Protestbewegungen zu vernetzen. Wir gehen davon aus, dass die jeweiligen Bewegungen mehr erreichen können, wenn sie sich verbünden. Wir wollen auch diskutieren, welche spezifischen Schwierigkeiten und Herausforderungen Bündnispolitik mit sich bringt.
16.00 UHR CAMPUS UND SICHERHEIT
Sicherheitsdienste und Überwachungskameras auf Campi sind eine Neuerung der letzten Jahre. Im Zuge des Sicherheitsdiskurses hat sich vieles auf dem Campus verändert. Das Verhältnis von Campus-Kultur und >>Sicherheit< < soll diskutiert werden.
18.00 UHR ABSCHLUSSDISKUSSION
Nach einem interessanten und produktiven Workshoptag wollen wir uns alle gemeinsam treffen und unsere Fragen und Ergebnisse zusammentragen.
19.00 UHR PAUSE
20.00 UHR FERDINAND KRAMER: DEMOKRATISCHE ARCHITEKTUR UND SOZIALER GEBRAUCHSWERT
Ferdinand Kramer hat von 1952 bis 1965 insgesamt 23 Gebäude für die Frankfurter Universität gebaut. Mit dem Umzug der Uni werden sämtliche Gebäude Kramers dem Abriss preisgegeben. Anlass zur Diskussion um einen Architekten dessen erste Ausstellung in Frankfurt,1938 unter dem Motto „Entartete Kunst“ stattfand
Achtung: Veranstaltung findet im Institut für vergleichende Irrelevanz (ivi) statt!
http://norbertwollheimuniversitaet.blogsport.de/
| 14. Januar 2010 | | 19:30 | bis | 22:00 | | 15. Januar 2010 | | 12:00 | bis | 22:00 |
hier der Link zum neuen Blog des Protestplenum der Uni Frankfurt, wo ihr zukünftig alles rund um das Workshopprogramm finden könnt: http://norbertwollheimuniversitaet.blogsport.de/
Workshop-Programm zum Themenblock „Protest“
Donnerstag, 14.01.2010, 19.30 Uhr, Mühlgasse 13 (FAU-Büro):
Vortrag und Diskussion: Gewerkschaftsfreiheit verteidigen! Der Arbeitskampf im Berliner Kino Babylon und die Folgen.
nähere Infos: FAU-Frankfurt
FREITAG, 15.01.2010, AB 12.00 UHR, STUDIERENDENHAUS (CAMPUS BOCKENHEIM)
BITTE BRINGT NACH MÖGLICHKEIT ETWAS FÜR DEN SELBSTORGANISIERTEN BRÖTCHENTISCH (AUFSTRICH, OBST, ETC.) MIT. GETRÄNKEVERKAUF WIRD ANGEBOTEN.
12.00 UHR BEGRÜSSUNG
12.30 UHR UNSYSTEMATISCHE REFLEXIONEN ZUM PROTEST) (Moritz & Philipp)
In diesem Workshop sollen einige unsystematische aber nicht ganz zufällige Schlagwörter auf die aktuellen Bildungsproteste
Continue reading Protestprogramm Uni Frankfurt, 14.-15.o1.2010 // Norbert-Wollheim-Universität
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