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17.7. / “Hip Hop ist schwul” / Institut für vergleichende Irrelevanz / Kettenhofweg 130 Große Teile von HipHop befinden sich im Übergang von einem sub- hin zu einem popkulturellen Sammelbecken für sexistische und heteronormative Haltungen. Der Input bietet einen diskursanalytischen Zugang zu exemplarischen Image-Inszenierungen und Raplyrics als deren Artikulation an. Desweiteren wird ein Blick auf den ambivalenten Umgang der medialen Öffentlichkeit mit populären Rapper_innen vor dem thematischen Hintergrund gerichtet. Im Anschluss Konzert mit ACHTUNG: Wegen eines Trauerfalls im Institut für vergleichende Irrelevanz findet am 17.7. nur der Input um 18 Uhr mit Sookee und Refpolk, nicht aber das anschliessende Konzert mit Sookee und der Antilopengang statt.
zur freundlichen Beachtung: Programm der Workshopwoche auf dem IG Farben Campus vom 5. bis 9. Juli 20105.7.2010, Montag: 14-16: Bedingungsloses Grundeinkommen 6.7.2010, Dienstag: 14-16 Hochschulpakt und Widerstand 7.7.2010, Mittwoch: 12.00 Fußballtunier gegen Nationalismus, Rassismus, Sexismus und 8.7.2010, Donnerstag: 14-16 Militarisierung der Schul- und Hochschulen 9.7.2010, Freitag: 14.00 Hamacher: Diskussion über den Hamacher-Text “Freistätten” Am Abend Party im KoZ zur Unterstützung der von den Anzeigen Betroffenen.
Streik im Film
„Ich versuche die Dinge zu sehen. Mit geschlossenen Augen. Denn mit offenen Augen sieht man nicht dasselbe. Mit der Kamera ist es ja nicht anders. Man nutzt die offenen Augen, um mit geschlossenen Augen zu sehen.“ Godard Vortrag von Pascal Jurt,
Zu den Workshops im Rahmen der AlternativVeranstaltungen an der FH Frankfurt als Gegenprogramm zum universitären Alltag am 28.-und 30.06.2010, Start jeweils um 18 Uhr im Protestzelt vor dem rotem Haus (Geb.5), Campus FH, Nibelungenplatz Unabhängige Projektgruppe zum Reader Hochschule im Neoliberalismus- zur Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender [Die Reader liegen in den selbstverwalteten Cafés und den jeweiligen politischen Projekten rund um die Unis und darüber hinaus aus]. ZUR ARBEITSGRUPPE: Protestplenum mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Frankfurt Zeltprogramm vom 21.-01.07.2010: AlternativVeranstaltungen als Gegenprogramm zum universitären Alltag Montag, 21.06.2010, 20 Uhr: Naziaufmärsche und die radikale Linke- Selbstverständnis und Perspektiven mit Antifaschist_innen aus dem Buendnis gegen Rechts und das Protestplenum FH Mittwoch, 23.06.2010, 22 Uhr:Café Kurzschlusz Fußballspiel, Campus FH/Protestzelt: IvI_Kiosk Mittwoch, 23.06.2010, 19.30 Uhr: Campus FH/Protestzelt: Vegane Kantine erwünscht Donnerstag, 24.06.2010, 12.30 Uhr 18 Uhr Protestplenum: Campus FH/Protestzelt: Vegane Gegenmensa, Protestplenum Donnerstag, den 24.06.2010, 18- 20 Uhr: Campus FH/Protestzelt: Input&Diskussion: Bildungsstreik, Student_innen Bewegung APO 1968 mit Volkhard Mosler Montag, 28.06.2010, 18- 20 Uhr: Campus FH/Protestzelt: Hochschule im Neoliberalismus, Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender (Hg.)Christoph Bauer, Oliver Brüchert, Simon Burkhardt, Corina Färber, Juliane Hammermeister, Emanuel Kapfinger, Thomas Sablowski, Nils Schlesinger Mittwoch, 30.06.2010, 18-20 Uhr: Campus FH Frankfurt/Protestzelt: Hochschule im Neoliberalismus, Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender (Hg.) Christoph Bauer, Oliver Brüchert, Simon Burkhardt, Corina Färber, Juliane Hammermeister, Emanuel Kapfinger, Thomas Sablowski, Nils Schlesinger Mittwoch, 30.06.2010, 19.30 Uhr, Campus FH Frankfurt/Protestzelt: Vegane Kantine erwünscht Mittwoch, 30.06.2010, 21 Uhr, 22 Uhr Uhr, Campus FH Frankfurt/Protestzelt: Ausstellung&Kiosk Donnerstag, 01.07.2010, 12.30 Uhr18 Uhr Protestplenum; Campus FH/Protestzelt: Vegane Gegenmensa, Protestplenum FH Wer Lust/Zeit und Laune hat kritische/revolutionäre Ideen, Workshops verwirklichen möchte, kann Mensch sich gerne einbringen, die Infra-Strukur ist vorhanden: E-Mail an: protestplenum_fh_ffm@riseup.net, oder einfach vorbeischauen….
Das geistige Echo der Tendenz kapitaler Vergesellschaftung, die identitäre Verschweißung der kriselnden Subjekte zu individuumsentleerten (Re-)Produktionsautomaten im regressiven Kollektiv, erhallt auch aus dem nationalbolschewistischen Ideologen: Dass der stumme Zwang zur ersten Natur werde, zur absoluten Identität des vereinzelten Einzelnen mit Volk und authentischer Herrschaft. Die ideologische Aufspaltung des Kapitalverhältnisses in eine parasitäre Spekulationssphäre und eine naturhafte Produktionssphäre wird von jenem Antiimperialismus geopolitisch reproduziert: die Herrschaft geteilt in eine, die den Beherrschten als wesensfremde, d.h. als imperialistische erscheint, und in eine authentische, d.h. in die autochthone Herrschaft über die ‚Eigenen‘, die in dem antiimperialistischen Schwulst von der ‚nationalen Souveränität‘ fetischisiert wird. So wird mit Inbrunst das antisemitische Brosamen-Wohlfahrtsregime der Islamischen Republik Iran verteidigt, das mit dem Wahn von der Tugend die Massen zu formieren strebt. Und so lobt Werner Pirker, verhinderter Geopolitiker der „jungen Welt“, die Islamische Revolution als „Emanzipationsprozeß der Volksklassen“, der jedoch von jenen kassiert werde, die sich dem Tugendterrorismus erwehren und den staatlich verordneten Antizionismus zu blamieren drohen. Über die antiimperialistische Apologie der Islamischen Republik und die Denunziation der Revolte gegen dieses Regime als „asoziale Revolution“ wird Danyal (Hamburg) vom Blog „Cosmoproletarian Solidarity“ sprechen.
Sa., 19.06.10, 19 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (Initiative Sozialistisches Forum) im Institut für vergleichende Irrelevanz, Kettenhofweg 130, Frankfurt am Vorabend der Demonstration “Antisemitismus ist keine Kreuzfahrt” Irgendwann zwischen der Wannsee-Konferenz und der Gründung Israels verliert der Hass auf die Juden jedwede Geschichte. Danach gab es keine Antisemiten mehr: weil alle es sind. Der Antisemitismus wird zum logischen wie zum historischen Apriori, zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins der Deutschen. Was immer sich seitdem auch ereignet hat – es spiegelt den prinzipiellen Stillstand der Geschichte, den Bann, die Angstlust der erpreßten Versöhnung. So findet auch der Hass auf die Juden, egal, ob antisemitisch oder antizionistisch ausgebrüllt, keine neuen Worte mehr, sondern gehorcht einem manischen Wiederholungszwang, dessen Vokabular in den “Werken” Adolf Hitlers gesammelt vorliegt. Es ist sein “Politisches Testament” vom 29. April 1945, das seitdem abgearbeitet wird, sein letzter Wille, dem “internationalen Judentum und seinen Helfern” den totalen Krieg zu erklären und dafür immer wieder aufs Neue im deutschen Staat die so klassenübergreifende wie die Klassen in sich aufhebende Volksgemeinschaft zu verschweißen, d.h. das Mordkollektiv, das in erlogener präventiver Notwehr dagegen sich erheben solle, daß “die Völker Europas wieder nur als Aktienpakete dieser internationalen Geld- und Finanzverschwörer angesehen werden”. 1989, als die Wiedervereinigung der Antisemiten (BRD), die genötigt worden waren, mit Israel sich zu arrangieren, mit den Antizionisten (DDR), denen es nur erlaubt war, die Juden in Form der “Zionisten” zu hassen, unvermeidlich wurde, waren alle formellen Bedingungen der deutschen Souveränität wiederhergestellt, die es möglich machen, Hitlers Testament doch noch zu vollstrecken, d.h. die HaShoah durch ihre Vollendung, Überbietung und restlose Vollstreckung an Israel ungeschehen zu machen: Der Rechtsnachfolger rüstet sich auf, der Gesellschaftsnachfolger zu sein. Denn erst der Tag, an dem es die Juden, außer in Geschichtsbüchern, niemals gegeben haben wird, wird der Tag der vollendeten “Deutschen Revolution” (Goebbels) gewesen sein. So trifft das paradoxe Resümee jetzt erst zu, das Eric Voegelin 1964 aus dem Verhältnis der Deutschen zu Hitler zog: “Nichts gelernt und nichts vergessen.” Es ist diese irrsinnig redundante, penetrante Permanenz des Nullpunkts materialistischer Aufklärung, in dem der Wiederholungszwang sich breitmacht. – Es spricht Joachim Bruhn (Freiburg), Co-Autor u.a. des Buches der Initiative Sozialistisches Forum “Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten. Israel und die linksdeutsche Ideologie” |
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