|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Studierendenhaus, Mertonstr. 26-28, 60325 Frankfurt am Main, Uni Campus Bockenheim Was unter dem Namen „Gegen-Uni“ firmiert und dieses Semester zum 16. Mal stattfindet, war immer auch der Versuch, dem Motto des Instituts, “Theorie-Praxis-Party”, gerecht zu werden.
Treffen zur Vorbereitung der (IvI-)Gegen-Uni im Sommersemester am Donnerstag 21. März um 20 Uhr im Studierendenhaus (Raumnr. wird am Eingang ausgehängt). Wer Interesse hat die nächste Gegen-Uni mitvorzubereiten, ist herzlich willkommen.
Treffen zur Vorbereitung der (IvI-)Gegen-Uni im Sommersemester am Donnerstag 7. März um 20 Uhr im Studierendenhaus (Raumnr. wird am Eingang ausgehängt). Wer Interesse hat die nächste Gegen-Uni mitvorzubereiten, ist herzlich willkommen.
Raumverlegung: Das Treffen findet heute im Tuca statt Afe-Turm, 5.Stock!!!! Die Gegenuni ist eine Veranstaltungsreihe, die jedes Semester im IVI stattfindet. In einem Zeitraum von 1-2 Wochen werden Veranstaltungen zu einem Thema organisiert, d.h. es werden Lesekreise, Vorträge, Ausstellungen etc. dazu angeboten. Immer 1-2 Monate vorher gibt es ein offenes Treffen, an dem alle Interessierten teilnehmen können (dieses Mal, also der 14.02.2013). In der Vorbereitungsgruppe wird diskutiert was für Möglichkeiten der Annäherung an ein bestimmtes Thema es gibt, es werden gemeinsam Texte gelesen und diskutiert und schließlich die Eröffnungsveranstaltung vorbereitet. Zu den ersten Treffen wird sich über das Thema abgestimmt (in den letzten Semestern: Utopie, Feminismus, Naturalisierung, Sexualität, Klasse), also kommt vorbei und entscheidet mit!
Different Class oder alles Konsumenten? Studierendenhaus - K4 ;) Nur weil wir keine Ausbildung haben, machen wir den ganzen Scheiß. They say the working class is dead, we’re all consumers now / They say that we have moved ahead – we’re all just people now. Als Resultat ihrer Liebe erhalten Baby und Johnny tief gehende Einsichten in die Verlogenheit der liberal-bürgerlichen Ideologie der frühen 1960er Jahre und in die machtvollen Effekte der Klassenunterschied. Bushonomics.Kill The Poor. Jarvis Cockers Artikulation sexueller Obsessionen, sein Einsatz von Sex als Waffe im Klassenkampf und letztlich sexuelle Abscheu ist einzigartig im Pop…Pulp war die letzte große Band, deren Mitglieder sich ihrer Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse bewusst waren und sich gleichzeitig als Künstler verstanden. Der britische Pop liebt den „working class hero“ und hat in Ben Drew von Plan B einen neuen Protagonisten gefunden. I ain’t got no home, ain’t got no shoes / Ain’t got no money, ain’t got no class. Kofferträger, Türaufhalter, Unterschergen, Schwundverwalter. Stimmungshochhalter, Subpächter, Unterschergen, Wachhundwächter. Liftboys, Schuhputzer, Untertanmädchen, Subunternutzer. Zugeherinnen, Wachhundhalter, Parkplatzwächter, Steigüberbügelhalter. Training in Unterwerfungskompetenz. Texte: Lassie Singers, Robert Wyatt, Kirsten Rießelmann, Talib Kweli & Cornel West, The Dead Kennedys, Owen Hatherley, Christian Werthschulte, Nina Simone, Die Goldenen Zitronen, Johnny Taylor, Britta, The Fall, Sudhir Venkatesh, Right Im Rahmen der 15. Frankfurter GegenUni
15. Gegenuni:
Wenn das IvI in der FAZ mehr oder weniger positiv rezipiert wird, dann hat das nicht nur damit zu tun, dass einige Professor_innen Unterstützungsaufrufe unterzeichnet haben. Sondern das geht im Wesentlichen darauf zurück, dass kritische Theorie im Schatten einer Institution betrieben wird, die historisch gesehen schon immer das Personal für herrschende Eliten produziert hat. Die „Gegenuni“ funktioniert in diesem Sinne als eine Art „bessere“ Uni, die sich fast ausnahmslos aus akademischem Personal rekrutiert, das akademische Inhalte diskutiert. Anspruch dabei ist jedoch, Formen der Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen gemeinsam zu erarbeiten, die eine größtmögliche Teilhabe zum Ziel haben. In kritischen Gesellschaftswissenschaften wird häufig die Konstruktion von gender, race und class hervorgehoben, die in gesellschaftlichen Praxen und Diskursen permanent neu hergestellt werden. Aber während für gender und race gilt, dass diese durch biologistische oder kulturalistische Erklärungsmuster in den Alltagsverstand eingeschrieben sind und wie selbstverständlich als gegeben vorausgesetzt werden, so gilt dies nicht für class. Die Annahme, dass Klassenlagen sozial begründet und nicht unveränderlich festgeschrieben sind, ist heute weitgehend unumstritten, obwohl mit Sarrazins Thesen solche Positionen wieder in den Mainstream einsickern. Die bürgerlichen Revolutionen brachten die ständische Gesellschaft mit ihrer göttlichen Ordnung zum Einsturz. Erstmals galten alle Menschen als Individuen und wurden als frei und gleich verstanden (was nicht darüber hinwegtäuschen sollte, wer zu dieser Zeit als „vollwertiger“ Mensch galt und wer nicht). Dem voraus gingen Vergesellschaftungsprozesse, die eine spezifische Praxis zur Grundlage haben, nämlich die Produktion von Gebrauchswerten in Form von Waren, die als Äquivalente getauscht werden. Auch dieser Äquivalententausch, der den Kauf und Verkauf der Ware Arbeitskraft einschließt, setzt Freiheit und Gleichheit voraus, die formal im bürgerlichen Recht festgeschrieben sind. Unter dieser Bedingung gibt es keinen Gott mehr, der über irgendwelche Schicksale verfügt, und keine Ordnung, die alle auf ihre Plätze verweist. Die Menschen sind auf sich selbst verwiesen, Gesellschaft erscheint als die Summe der Individuen, jede gilt als ihres Glückes Schmiedin. Soziale Ungleicheit wird zum Ergebnis individueller Entscheidungen: Die Einen sind faul und nutzen ihre Chance nicht, von der Tellerwäscherin zum Millionär aufzusteigen; die anderen sind fleißig und innovativ und gehen genau diesen Weg. Nahezu alle bürgerlichen Gesellschaftstheorien reproduzieren diese Ideologie, von Adam Smith bis Ulrich Beck. Aufgabe eines kritischen Begriffs von Gesellschaft wäre dagegen, die strukturellen Hintergründe offenzulegen und zu hinterfragen. Jede Gesellschaftstheorie, die sich auf „Klasse“ bezieht, wird von vornherein unter den Verdacht gestellt, mit der Feststellung von Klassenverhältnissen a) einen Hauptwiderspruch aufzumachen und andere Widersprüche auszublenden, b) das Proletariat zum revolutionären Subjekt zu erheben und proletarische Handlungen per se positiv zu befinden. Beides lehnen wir rundherum ab. Geschichte ist die Geschichte einer Vielzahl von Kämpfen, die auf unterschiedliche Arten und Weisen in die Institutionen eingeschrieben sind, und die nicht auf ökonomische Stellungen zu reduzieren sind. Mit der Gegenuni wollen wir einen Beitrag zur Kritik leisten und strukturelle Hintergründe offenlegen und hinterfragen. Wir setzen uns mit dem Begriff der Klasse auseinander und mit den Dimensionen, die im Vorangegangenen schon ersichtlich geworden sind. In der Vorbereitung der Gegenuni haben wir versucht, uns einigen dieser Dimensionen anzunähern. Unsere Auseinandersetzung bildete dabei keine strukturierte Analyse, sondern hatte eher assoziativen Charakter. Entsprechend erhebt auch das Programm nicht den Anspruch, alle Aspekte des Themas zu behandeln, sondern wir verstehen die Gegenuni als eine offene Plattform, die Zugänge schafft und Diskussionen anregt.
Die nächste Gegenuni findet vom 05.11.-11.11.2012 statt. Bzw. in Verlängerung um eine Woche, wenn genügend Zusagen eingehen. Sie wird sich mit dem Thema Klassen/Klassenverhältnisse befassen. Achtung, geänderter Termin: Nächstes Treffen: 06.09. 18h |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Copyright © 2013 ivi - institut für vergleichende irrelevanz - All Rights Reserved |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||