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Der immense Leerstand in der Stadt Frankfurt ist Gegenstand dieser fotografischen Ausstellung. Zugleich ist er ein Anlass, um Strukturen zu hinterfragen, die verhindern, dass leer stehende Gebäude und Räume auf andere Weise genutzt und wieder zugänglich gemacht werden.
Das zeigt sich nicht nur an der prekären Situation von Kulturschaffenden, die bei ihrer verzweifelten Suche nach Diese Ausstellung will mit Bildern von ausgewähltem Leerstand diese Situation dokumentieren und zum Nachdenken anregen: das heißt, zu einer Debatte beitragen, in der über Möglichkeiten der Umnutzung von leer stehenden Gebäuden nachgedacht wird und deren ungenutztes Potenzial offenbar wird. Leerstand in Frankfurt Einführungsveranstaltung “Hintergründe und Chancen des chronischen Leerstandes in Frankfurt” “Gemeinschaftliche Wohnprojekte - wo gibt es in Frankfurt Perspektiven für neue Wohnkultur” “Wohnungsnot und Gentrifizierung in Frankfurt - Beiträge der Humangeographie für aktuelle Stadtpolitik” Diskussion & Austausch Ausstellung Finissage und Film ___ 2003 wurde im Rahmen der Studierendenproteste ein leerstehendes Unigebäude im Kettenhofweg 130 besetzt und darin das Institut für vergleichende Irrelevanz gegründet (IvI). Das IvI versteht sich als als selbstorganisierter Raum, welcher Menschen unabhängig ihres Geschlechts,ihrer Herkunft,ihres Alters oder Sexualität die Möglichkeit gibt, sich so frei wie möglich von gesellschaftlichen Zwängen selbstbestimmt zu bewegen. Das IvI zu einem Ort entwickelt, in welchem Wissenschaftler_innen, Bands, Künstler_innen und anderen Engagierten Theorie, Praxis und Party leben und ihren alternativen Gesellschaftsentwurf verwirklichen können. Im Rahmen der aktuellen universitären wie gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen erscheint es notwendiger denn je, dass Räume und Projekte wie das IvI die Möglichkeiten offen halten, sich in kritischer Auseinandersetzung und Reflexion zu und trotz diesen Verhältnissen entwickeln zu können. Die immer stärker zunehmenden sozialen Ausgrenzung, Umstrukturierung ganzer Stadtteile sowie des universitären Betriebes machen es unumgänglich, dass kritisches Denken Zeit und Raum braucht und sich nimmt, um diesen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten.
übearbeitetes Programm: ab 12 Uhr Ausstellung von Marcus Dinig (Sportraum, 2. Stock + Saal und EG ) ab 13 Uhr Brunch im Erdgeschoss und anschließendes Café im 2. Stock MARCEL DAEMGEN + Drummer (unsicher) ISTARI LASTERFAHRER musste leider absagen :( ab 17 Uhr Stummfilmkino (Bibliothek, 1. Stock) ab Uhr 14 Uhr ‘Kinderfest’ http://sommerffm.wordpress.com/ Mit freundlicher UNterstützung durch den AStA der Uni Frankfurt
Ausstellungseröffnung Markus Dinig Massenkunst und Massenbildung öffnungszeiten:
Ver-Ortet in ZwischenRäume Bezahlbarer Wohnraum ist in Frankfurt wieder einmal kaum zu finden, ebenso haben gemeinsame ‚öffentliche’ Räume noch nie lange Bestand gehabt, selbst die letzten Orte, wie z.B. das Institut für vergleichende Irrelevanz oder die Schumannstr. 60, werden auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen. Für ein selbstbestimmtes Leben – chillen, lernen & arbeiten – gibt es kein Platz. Andere Ideen, wie die Stadt & somit unser Leben auszusehen hätten, werden weiter marginalisiert. Am 30.06 werden die „Initiative Zukunft Bockenheim“ & „Offenes Haus der Kulturen“ ein prachtvolles Straßenfest veranstalten.
Ein Abend in Texten und Bildern happy birthaday werner lansburgh! werner lansburgh, 1912 in berlin geboren und 1990 gestorben, lebte als exil-autor jüdischer herkunft in schweden und durchlebte 40 jahre lang dort eine typisches emigrantenschicksal: verlust der sprache, verlust der möglichkeit seine existenz zu sichern, verlust der identität, bis er im späten alter mit ‘dear doosie’ einen bestseller-erfolg im deutschsprachigen raum erzielte und dadurch anerkannt wurde als autor der deutschen sprache. sein bewegtes leben, das ihn durch mehrere länder führte, hat er mit viel charme und humor in seiner ‘dear doosie’ reihe verarbeitet. ‘doosie’, das ist eine kunstfigur, die sich sich aus den personalpronomen ‘du’ und ’sie’ zusammensetzt. so wie auch die wortschöpfung ‘doosie’, ist auch das buch ein mix aus fiktion und biographischen splittern, in dem der autor dem leser spielerisch den zugang zur sprache des angelsächsischen raums eröffnet oder auch allgemein gesprochen der universellen bedeutung der sprache bzw. welche dramatische existenzbedrohung deren verlust bedeutet. oder um es mit den worten von werner lansburgh zu sagen: ‘jeder mensch hat sein exil. nimm meines als gleichnis für deines.’ Tagung „Kunst – Erkenntnis – Problem“ vom 22.-24. Juni im „Institut für vergleichende Irrelevanz“ (IvI)
Pressemitteilung der „Initiative zur Emanzipation der Kunst“
Frankfurt, den 18. Juni 2012
Vom 22. bis 24. Juni 2012 wird im „Institut für vergleichende Irrelevanz“ (IvI) im Kettenhofweg 130 die Tagung „Kunst – Erkenntnis – Problem. Möglichkeiten emanzipatorischer Kunst heute“ stattfinden. Sie wird organisiert von der „Initiative zur Emanzipation der Kunst“, einem Zusammenschluss von Studierenden der Goethe-Universität, der HfG Offenbach und der Städel-Schule. Auf der Tagung sollen die Grenzen und Möglichkeiten einer gesellschaftskritischen Kunst in der Gegenwart ausgelotet werden. Das Programm beinhaltet sowohl theoretische Beiträge als auch praktische künstlerische Präsentationen. An der Diskussion teilnehmen werden u.a. Robin Hoffmann, Komponist und Mitbegründer der „Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik“ und Juliane Rebentisch, Professorin für Philosophie/Ästhetik an der HfG Offenbach. Indem die Tagung Kunst als „Gestalt von Erkenntnis“ (Adorno) begreift, setzt sie sich von den heute verbreiten Auffassungen von Kunst als Unterhaltung, Reklame für Politik und hochkulturellem Erlebnis ab. Im Unterschied zu den programmatisch beliebigen und gesellschaftspolitisch irrelevanten akademischen Tagungen der Gegenwart entwickelt das Programm der Tagung „Kunst Erkenntnis Problem“ Stellungnahmen entlang eines systematisch aufgebauten, politischen Erkenntnisinteresses. Die Diskussion der Frage nach dem Sinn von Kunst in einer umfassenden Emanzipation ist selbst praktisch motiviert und erfolgt in einem Zusammenhang von Theoretiker_innen, Künstler_innen und politischen Aktivist_innen. Zur bedrohten Lage des Tagungsortes IvI sagt der Sprecher der Initiative: „Unsere Tagung sollte Äußerungen wie die von Wolfgang Hübner von den ‚Freien Wählern‘, dass der geistige Ertrag des Projekts ein Mythos sei, mehr als deutlich widerlegen.“ Alle Interessierten seien herzlich eingeladen, sich an diesem Wochenende davon selbst ein Bild zu machen.
*** Das Programm der Tagung hängt an. Weitere Informationen zu der Tagung auf der website: www.kunst-erkenntnis-problem.de
Kontakt: kunsterkenntnisproblem@ymail.com |
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