Route: Kettenhofweg, Alte Oper, Fressgass, Goethe-Denkmal, Kaisersack.
Aufruf zur TheoriePraxisPartyPARADE am 23.3.2013 um 16 Uhr am Beethovenplatz(Sponti-Villa/Restwestend)für die IVI-WELTHERRSCHAFT unter dem Motto: NO RISK! NO FUN! ANGRIFF IST DIE BESTE VERTEIDIGUNG!
Mit dem Wiedererscheinen des sagenumwobenen ‘goldenen Pflastersteins’ im Frühjahr 2012 hatte sich bekanntlich die letzte Prophezeiung(MEW23) erfüllt, die unweigerlich zur IVI-WELTHERRSCHAFT führt.
Zur Erinnerung:
Den ‘goldenen Pflasterstein’ hatte zuletzt Joschka Fischer persönlich in den Händen, als er ihn bei den äusserst heftigen Strassenschlachten zur Verteidigung der Hausbesetzung Kettenhofweg 51 am 28.3.1973 in die hintere Bullenkette rechts aussen warf.
Seit diesem Tag war der ‘goldene Pflasterstein’ verschwunden, bis er bei Strassenbauarbeiten im Kettenhofweg 130 im letzten Jahr wieder auftauchte.
Seitdem ist nicht nur ein Haufen Wasser den Main runtergeflossen, sondern auch ausgiebig und erschöpfend über das Thema geredet worden wie, ob und warum das Institut für vergleichende Irrelevanz nun von der Polizei geräumt werden soll oder nun doch wieder nicht oder wieder doch u.s.w. u.s.f…..
Der vielen Worte ein wenig überdrüssig schreitet nun das BÜRO FÜR UNLÖSBARE AUFGABEN im INSTITUT FÜR VERGLEICHENDE IRRELEVANZ zur Tat, nachdem das Landgericht Frankfurt das oberste Gebot, nachdem DIE PARTEI (DAS IVI) immer recht hat, äusserst sträflich missachtet hat, um den unwiderbringlichen Anspruch auf IVI-WELTHERRSCHAFT noch einmal ganz, ganz energisch zu untermauern.
Dafür ruft das BÜRO FÜR UNLÖSBARE AUFGABEN die werkuntätigen Massen für Samstag, den 23.März 2013 dazu auf sich zur TheoriePraxisPartyParade auf dem Beethovenplatz(Sponti-Villa/Restwestend)um 15 Uhr zu versammelnund alles was Krach und Spass macht mitzubringen.
Diverse Kooperationsgespräche mit dem Wettergott mit der Bitte um Eitel Sonnenschein blieben bisher ergebnislos.
Falls sich aber am Samstag, pünktlich um 15 Uhr MEZ , nicht wenigstens ein Funken Sonnenschein am grauen Frankfurter Stadthimmel zeigen sollte, lässt dies nur eine Interpretation zu:
Am Samstag den 16. Februar 2013 wurde im Frankfurt am Main das Sigmund-Freud_institut (SFI) in der Myliusstraße 20 im Westend besetzt.
Vorweg eine Info der Besetzer_innen von deren Homepage: “Solidarität mit SFI und Jüdischen Psychotherapeutischen Beratungszentrum FFM.
Wir streben eine Zwischennutzung an und sehen das Sigmund Freud Institut und Jüdische Psychotherapeutische Beratungsstelle als unsere Freunde.
Bitte geht mit Räumlichkeiten sorgsam um und macht nichts im Haus kaputt!”
Anbei die PM zur Besetzung:
Eine Reminiszenz an Mitscherlichs „Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden“
Am 16.02.2013 haben Aktivist_innen ein leerstehendes Gebaude in der Myliusstraße besetzt.
In dem Haus befand sich bis 2010 das Sigmund-Freud-Institut, das auf Grunde einer Renovierung umziehen musste. Das Institut wurde 1960 maßgeblich von Alexander Mitscherlich gegründet, 1964 eröffnete es in der Myliusstrasse 20. Wie der Frankfurter Rundschau vom 15. Februar 2013 zu entnehmen war, soll im Juni endlich mit dem Umbau des Gebäudes begonnen werden. Ein prächtiger Glasbau wird neben dem seit 2012 denkmalgeschützten Gebäude errichtet werden.
„Die Freudsche Psychoanalyse ist, genauso wie die Kritische Theorie, in der gesellschaftlichen Irrelevanz verschwunden und dient der Universität Frankfurt lediglich als schickes Aushängeschild“, erläutert Aktivistin Margarete Rothschild. „An diese Tradition anknüpfend soll das Institut zwischengenutzt werden.“ In den nächsten Tagen werden hierzu mehre Veranstaltungen stattfinden. Fokus wird auf die Psychoanalyse und ihre gesellschaftskritische Relevanz gelegt werden. Ergänzend ist eine Kritik der psychiatrischen Praxis zu leisten.
„Es scheint normal zu sein sich gegen nichts zu wehren, selbst wenn es die eigenen Umstände betrifft. Höchstens kommt es zu einer kurzen Empörung“, merkt Aktivist Moshe Anhan an und erklart weiter: „Nach dem gestern das Ende des IVI ein Schritt näher gerückt ist, haben wir beschlossen nicht noch weiter untätig in unseren Wohnungen zu sitzen.“
Gestern erwirkte die Frankonofurt AG beim Landgericht den Räumungstitel gegen das IVI. Abends kam es bereits zu zwei Besetzungen, die aber innerhalb kürzester Zeit wieder geräumt wurden. Zeitgleich wurde mit einem großen Rave der Umzug des Bockenheimer Campus und die Bedrohung des IVI thematisiert. Gut 400 Menschen zogen bei lauter Musik durch die Frankfurter Innenstadt und wiesen auf ihre Anliegen hin.
„In den letzten zwei Jahren gab es in Frankfurt viele Versuche Häuser zu besetzten und sich urbanen Raum anzueignen. Wir sind diesem Beispiel gefolgt, “ schließt Moshe Anhan. „Wir rufen dazu auf dies auch zu tun! Denn all diese Bemühungen müssen zum Erfolg führen. Auch vermeintliche Misserfolge der Vergangenheit sind Mosaiksteine hin zu einem anderen, selbstbestimmten Stadtbild.“
Aktion 15.02.
Institut erkennt das Urteil nicht an-Irrelevanz geht weiter
Am heutigen Freitag verhängte das Landgericht Frankfurt ein Säumnisurteil gegen die sogenannte ‘IVI-GBR’.
“Das Urteil ist völliger Schwachsinn! Franconofurt hat das Konstrukt der IVI-GBR frei erfunden und das Gericht hat diese Erfindung ohne juristische Prüfung einfach bestätigt.” sagt eine Sprecherin des Instituts, Sarah Schneider.
Rund 200 Sympathisantinnen waren zu dem Termin am Frankfurter Landgericht erschienen; jedoch nur 30 wurden eingelassen.
“Das war defacto ein Ausschluss der Öffentlichkeit” kommentiert die Sprecherin weiter. Und setzt fort “Das Ganze war völlig abgekartet, Franconofurt musste keinerlei Nachweis über das Bestehen einer GBR erbringen”.
Auch Aussagen von Professor Joachim Hirsch, vertreten durch seine Anwältin, die die Existenz einer GBR widerlegen, wurden nicht gehört. Joachim Hirsch ist eine von vielen Personen die im IVI Veranstaltungen abgehalten und besucht haben. Er wäre also genauso Teil der GBR wie jede_r andere Veranstalter_in.
“Das IVI war nie und ist keine GBR, sondern ein loser Zusammenhang von Aktivistinnen, die Kultur-und Bildungsarbeit am Institut betreiben”, sagt Oliver Sonnenschein.
Das Institutsplenum beschloss heute Mittag die Arbeit fortzuführen und das Haus auf keinen Fall zu verlassen.
“Wir erkennen das Urteil nicht an” fügt Sabine Winter hinzu. Auch für die kommenden Tage sind Veranstaltungen, Plena und Parties am Institut geplant.
Am 15. Februar um 10 Uhr im Landgericht Frankfurt Gebäude B Raum 116 (Gerichtsstraße 2) beginnt der Prozess rund um die GbR-Konstruktion für das Institut für vergleichende Irrelevanz [IvI] Frankfurt am Main. Schaut vorbei, seid dabei, bleibt solidarisch!