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gg_uni_10_0: *Practicing Critique*gg_uni 10.0, 26.10. - 8.11.2009 im ivi material: ***Breaking News*** >>> Dienstag, 3.11.: Die offene Diskussion „Zur Frage nach einer erneuten Untersuchung des autoritären Charakters“ wird im Rahmen der Entwicklung einer unabhängigen Forschung ersetzt durch eine Offene Diskussion zur metatheoretischen Frage, was „Programm, Prozess und Projekt“ bedeuten >>> ebenfalls am Dienstag, 3.11. wird um 12.oo am Uni Campus Bockenheim eine Uniweite studentische VV stattfinden. >>> Mittwoch, 4.11.: Der Vortrag von Alex Demirovic zu „Was ist Kritik“ fällt leider aus. Wir versuchen die Veranstaltung nachzuholen. programm*: montag 26.10. 19h 20h dienstag 27.10. 16h Workshop: „Gesellschaftliche Praxis“ – Die Feuerbachthesen von Marx
Praxis ist der emphatische Begriff der Feuerbachthesen. Dabei geht es zunächst nicht um Aktionismus im Sinne von „die Welt verändern“, sondern vielmehr darum, gesellschaftliche Praxis – Geschichte – ins Zentrum des Denkens zu rücken. „Alles gesellschaftliche Leben ist wesentlich praktisch“. Theorie bleibt so gesehen nur ein Schatten der Praxis, und solange sie „sinnlich menschliche Tätigkeit“ nicht zu ihrem Gegenstand und Ausgangspunkt macht, immer mythisch.In diesem Sinne formuliert Georges Labica:
Die elf Feuerbachthesen geben in ihrer Dichte einen guten Einblick in materialistisches Denken. Für den Workshop ist geplant, sie zusammen zu lesen und diskutieren. 18h mittwoch 28.10. 19h Während Bestseller versprechen, mit Shopping die Welt zu verbessern, und damit zu einem rein individuellen Handeln aufrufen, ohne den kapitalistischen Profitwahn in Frage zu stellen, braucht es kollektive Ansätze für grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen.Und die gibt es: Tatsächlich versuchen immer mehr Menschen, miteinander einen Teil ihres Alltagsbedarfs zu produzieren und zu nutzen. In den Zeiten der Wirtschaftskrise ist der Blick auf diese Projekte umso interessanter. Als Grundgedanken formuliert Friederike Habermann: Neue Denk- und Handlungshorizonte entstehen nur im Zusammenspiel von verändertem materiellökonomischem Alltag und sich verändernden Identitäten, denn eine Veränderung von Strukturen und die Veränderung von Menschen bedingen und ermöglichen sich erst gegenseitig. 21h donnerstag 29.10. 16h 18h 20.30h Life on the assembly line stinks… Blue Collar , USA 1978, 114 min. Buch+Regie: Paul Schrader, mit: Richard Pryor, Harvey Keitel, Yaphet Kotto, u.a. Detroit in den 70ern, ein Porträt des Fordismus im Endstadium: mies bezahlte Fließbandmaloche, soziale Kontrolle, Konsumterror, und korrupte Gewerkschaften, sex and crime als letzte Bastion der Hoffnung an den way out… Die letzten Worte aus dem Film bringen das Problem auf den Punkt: “Everything they do is to keep us in place” The Career Where Two Heads Are Better Than One… How to Get Ahead in Advertising , GB 1988/89, 94 min., Buch+Regie: Bruce Robinson, mit: Richard E. Grant, Rachel Ward u.a. “one of the strangest, most outrageous, most bitter, irreverent and bitingly funny satires the movies ever offered” – Der Erfolgsdruck macht den Protagonisten so “Schizo”, dass ihm ein zweiter Kopf wächst…das Leiden an der Welt bekommt so Gestalt…es “abzuschneiden” oder mit Mitteln der Anpassungswissenschaft “moderner” Psychoanalyse zu kurieren…entlarvt der Film ebenso gekonnt, wie seine alltäglichen Ursachen…andeutungsweise zumindest. sonntag, 01.11. 13h 15h montag 2.11. 16h Das Forschungsprojekt untersucht die Veränderungen politischer Herrschaft durch die Europäisierung und Transanationalisierung von Staat und Recht am Beispiel der Migrationskontrollpolitik der EU. Dabei betrachteten wir diese Veränderungen aus drei Perspektiven: 1. den gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen, 2. den staatlichen sowie den 3. rechtlichen Praxen dieses Prozesses jeweils in den Ländern BRD, Großbritannien und Spanien. Dabei soll die Analyse der Widersprüche des europäischen Grenzregimes zugleich ein Beitrag zu einer kritischen Europaforschung sein. In der gemeinsamen Diskussion wollen wir unsere theoretischen Prämissen und methodischen Vorgehensweisen vorstellen. www.staatsprojekt-europa.eu 18h Nach Veröffentlichung der Broschüre „Staat, Weltmarkt und die Herrschaft der falschen Freiheit“ des umsGanze-Bündnisses gründete sich im IvI eine Arbeitsgruppe, um sie zu diskutieren. Grundsätzlich begrüßen wir die Veröffentlichung, weil sie nach langer Zeit den außerinstituionellen Versuch darstellt, eine inhaltliche Auseinandersetzung um Staat und Formen unpersönlicher Herrschaft zu führen. Das Ergebnis halten wir allerdings an vielen Punkten für unzulänglich und kritikwürdig. Vorgestellt wird daher die vielfältige Kritik, die nun nicht als einheitliche Linie daherkommt, sondern aus verschiedenen Perspektiven und Theorieansätzen formuliert wird. Zugleich werden die verschiedenen Texte zur Kritik der Broschüre ebenfalls als kleine Broschüre veröffentlicht. In der Veranstaltung sollen die Hauptkritikpunkte thesenartig vor- und zur Diskussion gestellt werden.
Referent_innen: ivi 19h 20h Der Begriff der Totalität ist einer der schwierigsten und schillerndsten der kritischen Theorie. Zugleich ist Totalität auch der mit am häufigsten angegriffene, sei es von positivistischer Seite oder von denjenigen Theorien, die gar keine „große Erzählung“ mehr zulassen möchte. Mit diesem Vortrag soll sich über die Bezüge, insbesondere zu Hegel, Adornos Totalitätsbegriff genähert werden.
dienstag 3.11. 12h 16h >>> Die offene Diskussion „Zur Frage nach einer erneuten Untersuchung des autoritären Charakters“ wird im Rahmen der Entwicklung einer unabhängigen Forschung ersetzt durch eine Offene Diskussion zur metatheoretischen Frage, was „Programm, Prozess und Projekt“ bedeuten. mittwoch, 4.11. 15h >>> Der Vortrag von Alex Demirovic zu „Was ist Kritik“ fällt leider aus. Wir versuchen die Veranstaltung nachzuholen. Der Begriff der Kritik wird von vielen in Anspruch genommen, um damit die eigene Theoriebildung zu charakterisieren. Insbesondere in der kritischen Theorie taucht er schon in der Bezeichnung selbst auf. Gegenwärtig wird die Frage nach dem Begriff der Kritik wieder gestellt und versucht aufs Neue zu beantworten. Doch wo liegen die Unterschiede zwischen der sogenannten älteren Kritischen Theorie und derjenigen, die ihr Erbe heutzutage verwalten möchte? Inwieweit müssen gesellschaftliche Veränderungen in einem Begiff der Kritik reflektiert werden? Solchen und weiteren Fragen wird sich Alex Demirovic widmen, um einen aktualisierten Kritikbegriff zu entwickeln und zur Diskussion zu stellen. 18h 21h donnerstag 5.11. 18h 20h mit Hanni Hausschuh freitag 6.11. 18h 22h samstag, 07.11. 23h sonntag, 08.11. 20h Filmvorführung mit Diskussion Hunger (Regie Steve McQueen/ 2009)
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